Sonntag, 9. Oktober 2011

dodo - Pumpe

http://www.waterkracht.de/haufig_gestellte_fragen/geschichte_der_pumpe.aspx

Es war der Deutsche Georg Bauer – latinisiert zu Georgius Agricola –, der im Jahre 1556 in Basel ein maßgebendes Buch über den Bergbau veröffentlichte: „De re metallica”. Das Buch enthält die erste Beschreibung einer Saugpumpe oder Kolbenpumpe.
Wahrscheinlich wurde die Pumpe schon eher erfunden, aber Metallarbeiter und Bergarbeiter gehörten zu einer Gilde und plauderten also nicht so schnell aus der Schule.

Die Wirkung der Saugpumpe ist beschränkt, denn sie kann das Wasser (theoretisch) um höchstens 10,3 Meter nach oben holen.

Verschiedene Typen von Pumpen wechseln einander in rascher Folge ab. Ein Militäringenieur des französischen Königs Heinrich III, Agostino Ramelli, beschreibt im Jahre 1588 in seinem Buch „Die verschiedenen ingeniösen Maschinen” nicht weniger als hundert Arten von Pumpen.
Im Jahr 1617 erscheint die „Übersicht aller Arten der von Wasser, Wind, Tieren oder mit der Hand angetriebenen Mühlen und schöner und nützlicher Pumpen” von Jacopo Strada.

Kurze Zeit später, im Jahre 1628, beschreibt der Brite William Harvey, daß der Blutkreislauf im menschlichen Körper nicht von Ebbe und Flut geregelt wird, sondern daß das Herz als eine Pumpe funktioniert, mit Ventilen, die die Strömrichtung des Blutes bestimmen. Diese Einsicht trägt zur Entwicklung der Pumpen bei.

Eines der Probleme ist die Herstellung von Zylindern. Das Material ist Holz, denn genaues Gießen von Metall ist damals noch nicht möglich. Vor allem das präzise Einpassen des Kolbens in den Zylinder ist heikel.
Im Jahr 1674 beschreibt Samuel Morland, wie man Leckage des Wassers entlang des Kolbens verhindern kann, indem lederne Ringe, Dichtungen, um den Kolben angebracht werden.

Kurz vorher, im Jahre 1671, bedenken die Brüder Van der Heyden die sogenannte Zwillingskolbenpumpe, mit zwei Zylindern und einer Luftkammer. Die Zentrifugalpumpe datiert aus dem Jahre 1680: ein Schaufelrad rotiert schnell in einem Pumpengehäuse, saugt durch eine Öffnung Flüssigkeit an und schleudert diese gegen die Wand des Pumpengehäuses.
Beide Pumpentypen liefern einen kontinuierlichen Strahl und eignen sich daher zum Löschen von Feuer.

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